Herzlich willkommen liebe Lou, lieber Max, liebe Gäste

Schön, dass wir uns heute hier so zahlreich einfinden konnten
(Gäste) Wir hoffen ihr hattet ein schönes Sound-Bad und habt euch schon mal eingestimmt
(Brautpaar) Und wir hoffen, ihr beiden hattet eine schöne Ankleide, seid nicht zu aufgeregt und habt euch emotional gut vorbereitet auf den heutigen Tag
Danke für euer Vertrauen in uns, diesen besonderen Moment gemeinsam zu beschreiten
Ich bin Fotograf. Normalerweise ist das bei solchen Gelegenheiten der Moment, in dem ich sage: „Keine Sorge, ich mache das zum ersten Mal“ — obwohl ich den Beruf seit ungefähr fünfzehn Jahren ausübe. Heute stimmt es ausnahmsweise wirklich: Heute halten wir zum ersten Mal eine Traurede.
Simon hat mir erzählt, dass er eigentlich Profi im Schweigen ist und zum Richtigen Zeitpunkt mal einen Witz raushaut
Witz Simon?
Wenn wir uns schlecht schlagen, zu leise reden oder zu laut, tut einfach irgendwas, um es uns zu signalisieren (z.B. mit den Ohren wackeln oder mit den Augenbrauen zucken).

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2 Simon: Lou und eure Freundschaft

Ich fühle mich sehr geehrt, heute hier stehen zu dürfen und diesen besonderen Moment gemeinsam mit Jakob für euch einzuleiten und aktiv zu begleiten.
Gerade weil ich drei Jahre lang ziemlich weit entfernt gelebt habe und erst vor ein paar Wochen wieder zurückkam, hatte ich das Gefühl, vielleicht ein paar essentielle Dinge bei euch beiden verpasst zu haben.
Deshalb hatte ich auch ein bisschen extra Muffensausen.
Aber ehrlich gesagt haben wir gemeinsam in der Hochzeitsvorbereitung viel aufgeholt - mit langen, teils intensiven Gesprächen, Fragerunden (Mandelmilch oder Kokosmilch), mit intimen Momenten und vor allem viel Vertrauen in alle Richtungen - nicht nur zwischen uns beiden, uns dreien, oder vieren. Sondern innerhalb eures ganzen, wunderbaren Freundeskreises.
Mit dem Vertrauen kann man jede Distanz überbrücken und ich konnte relativ relaxed an die Traurede rangehen.

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Das hat vor allen Dingen mit dir zu tun, Lou. Damit, wie du deine Umgebung wahrnimmst, sie beobachtest, verarbeitest und hinterfragst. Damit, dass du, sobald du eine Verbindung spürst, versuchst, dich im Gegenüber zu versenken, um den gemeinsamen Kern zu finden.
Für mich war dieser eindringliche Blick, den man von dir in Unterhaltungen bekommt (wie genau jetzt), diese vollumfängliche Präsenz bei unserem Kennenlernen etwas ganz Neues. Es vermittelt dem Gegenüber den Eindruck, gesehen zu werden, wirklich ernsthaft als Person mit eigenen Charakteristiken und eigener Geschichte wahr- und ernstgenommen zu werden. Und daraus ist zumindest für mich eine Freundschaft entstanden, in der nichts unausgesprochen bleiben muss, eine Freundschaft, die alle Höhen und Tiefen überstehen kann und eine Freundschaft, in der man selbst ohne Worte spürt, dass bei dem Gegenüber etwas im Argen ist.

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Die fast 10 Jahre, seit denen wir uns kennen, in der wir mal in der gleichen Straße gewohnt und das gleiche Studium geteilt haben, sind für mich auch eine Zeit von unzähligen langen Spaziergängen mit Gesprächen, Reflexionen, Zweifeln und Hoffnungen.
Eine Zeit von unglaublich vielen Veränderungen, Umbrüchen und Rückschlägen. Und auch eine Zeit, in der du gefühlt ganze Berge hinter dir gelassen hast:
Neue Jobs, neue Partner, neue Freunde, neue Wohnungen und vieles anderes
Und auch, wenn oft das Licht am Ende des Tunnels sehr weit weg schien, hast du weiter gemacht. Du bist gewachsen und immer weiter gewachsen.
Und immer hatte ich das Gefühl, dass du weiter auf der Suche bist.

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Auf der Suche nach Entwicklung, nach Verbesserung der aktuellen Situation, nach Liebe und Treue und einem Zuhause…
Und dann kam der Moment, in dem du mir auf dem Tempelhofer Feld von einem unglaublich tollen Drohnenpiloten erzählt hast…
vom ersten Date
Von dem Mal in der Wanne, als er dir aus dem Kinderbuch vorgelesen hatte
Und deinen Zweifeln, ob dieser liebevolle, fürsorgliche und bis über beide Ohren verschossene Kerl denn real und tatsächlich für dich bestimmt sei…
Diese Fülle an Liebe und Zuwendung sei dir fremd und unwirklich
Für mich hat sich das aus deinen Erzählungen schnell sehr richtig angehört, auch, wenn mir der Drohnenpilot damals noch fremd war.

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3. Jakob über Max und seine Freundschaft

Dieser fremde Drohnenpilot und ich kennen uns mittlerweile seit 18 Jahren, seit dem 19.08.2008 circa 19:57. Und er heißt übrigens Max (für die, die ihn noch nicht kennen). Als Max und Lou mich gefragt haben, ob ich heute hier stehen möchte, war ich sehr gerührt und habe ohne lange zu zögern zugesagt. Und jetzt stehen wir hier zu zweit…
Ich bin bei Max natürlich befangen. Er ist mein bester Freund, deshalb kann ich kaum objektiv zu seiner Person sprechen. Aber zum Glück muss ich das heute auch nicht. Max ist einer der verlässlichsten Menschen, die ich kenne. Egal, zu welcher Uhrzeit ich mit einem Problem bei ihm auftauche, er hat ein offenes Ohr, eine Idee oder zumindest den beruhigenden Effekt, dass sich schon irgendein Ausweg finden lässt. Max’ Geduld und Verständnis für Menschen finde ich immer wieder beeindruckend.

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Nicht nur, wenn es um kleine Alltagsfragen geht, sondern gerade dann, wenn es wirklich schwierig wird. Als meine Mutter an Krebs erkrankt ist, war er für mich da. Und als meine letzte Beziehung nach fünf Jahren zu Ende gegangen ist, war er ebenfalls da – und zwar genau auf die Art, die man sich von einem besten Freund wünscht: Er hat zugehört, ausgehalten und mir geholfen, den Blick wieder nach vorn zu richten. Solche Momente bleiben hängen.
Max hat das nicht allein gemacht, sondern gemeinsam mit Lou, die ihn dabei wunderbar ergänzt hat. Denn seit vier Jahren hat Max eine Partnerin an seiner Seite, die sehr einfühlsam ist, unfassbar gut zuhört und ihren Mitmenschen mit Verständnis begegnet. Etwas Schöneres kann man sich für einen besten Freund kaum wünschen. Mit euch werden aus Freunden Familie – und zwar die, die man sich wünscht und auf die man sich verlassen kann.

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4 Simon gewählte Familie

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Und wenn man von Familie spricht, dann redet man in diesen Momenten natürlich auch von Wurzeln, einem uralten Stammbaum und natürlich gewachsener Familienstruktur.

Man ist Teil eines bereits bestimmten, lange gewachsenen Baumes oder kann sich dazu einheiraten, einen neuen Ast bilden.

Doch die Metapher übersieht, dass wir selbst und auch bewusst gestalten können, dass wir uns selbst überlegen können, in welche Richtung wir wachsen

Und dass das Leben viel mehr umfasst als nur einen einzelnen Baum, sondern vielmehr einen ganzen Garten

Darum wollen wir heute einen Blick darauf werfen, wie der Garten, den Lou und Max um ihren noch recht jungen, kleinen Mandelbaum eigentlich gebaut haben…

Wo steht ihr beide heute, was liegt schon hinter und was noch vor euch?

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Wir durften bei Lou’s JGA bereits seinen Worten lauschen, sie gewissermaßen neu zusammensetzen und ich habe auch heute ein - an Pathos weniger aufgeladenen - Text mitgebracht: Über die Geduld von Rilke

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!

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Aber er kommt nur zu den Geduldigen,

die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben
Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.

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Für mich geht es in diesem Text um eine Besondere Form von Vertrauen:
- dem Vertrauen, dass nicht alles sofort geklärt sein muss
- dem Vertrauen, dass Entwicklung auch mal ihre eigene Zeit braucht
- und dem Vertrauen, dass aus offenen Fragen irgendwann Antworten entstehen können
Wenn wir gleich mit Jakob nochmal auf eure gemeinsame Geschichte schauen, finden wir sicher viele Parallelen.
Ihr habt nicht zu einem einfachen, geraden Zeitpunkt zueinander gefunden,
nicht aufeinander gewartet, seid nicht stehen geblieben
Ihr seid beide selbst weiter gewachsen. Und als ihr euch gefunden habt, seid ihr nicht leer oder unbeschrieben aufeinandergetroffen.
Ihr beide habt eure eigene Geschichte und die eigenen Erfahrungen mitgebracht.
Es war nicht die Vorstellung, dass man einander retten muss, sondern die Entscheidung, einander beim Weiterwachsen zu begleiten.

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Deshalb möchte ich noch einmal zu dem Bild zurückkehren, das in Rilkes Text immer wieder mitschwingt: dem Garten und dem Bild des Wachsens.
Ein Garten entsteht nicht von jetzt auf gleich.
Man kann an einem Tag Pflanzen setzen, aber man kann nicht erzwingen, dass sie am nächsten Morgen blühen. Ein Garten braucht Zeit und Pflege.
Und doch entwickelt er sich nie ganz nach Plan.
Manches wird bewusst gepflanzt.
Manches wächst von allein.
Manches liegt schon lange unsichtbar in der Erde und zeigt sich erst viel später, manches bildet vielleicht gar keinen Trieb mehr.
Und manches wächst vielleicht schon seit langem dort.

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Und so herrscht in eurem Garten jetzt schon das volle Leben.

Ein junger Mandelbaum in der Mitte,
mit Paula und Johanna ringsherum
Ihr habt eure Freunde um euch herum gepflanzt,
Lasst Mélie wild herumrennen
und auch eure Vergangenheit trägt die Wurzeln nah an euch heran.
Und so habt ihr schon einen Ort geschaffen, der in sich wirkt. Einen Ort, an dem man sich gegenseitig hilft und unterstützt. Sich sieht und gemeinsam wachsen kann. Und auch, wenn nicht immer alles reibungslos läuft oder laufen wird - es ist doch das Anerkennen, die Geduld füreinander und der Wille, einander beim Weiterwachsen zu begleiten.

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5 Jakob Kennenlernen & Dating

Lou und Max kannten sich schon eine ganze Weile – oder besser gesagt: sie haben sich immer wieder knapp verpasst. Ihre Wege kreuzten sich über Jahre hinweg, ohne dass daraus zunächst etwas Ernsthaftes entstand.

Zum ersten Mal fiel Max Lou vor ungefähr 10 Jahren bei einer gemeinsamen Film-Produktion auf. Die Produktionsfirma “Hey Na!”, die damals im Büro in der Lahnstraße Untermieter bei Max war, hatte Lou und Max als Freelancer gemeinsam für einen Job in Köln gebucht – und so arbeiteten die beiden zum ersten Mal zusammen. Wahrscheinlich schrieb Lou Max irgendwann ein schlichtes „Hey, na!“, und Max fand sie sofort ziemlich süß. Das ist reine Spekulation, vllt. hören wir später noch mehr darüber. Max war allerdings zu diesem Zeitpunkt noch vergeben – und damit war die Sache zunächst einmal vertagt.

Hinweis aus der Redaktion: Um nichts vorwegzunehmen wurde dieser Teil gekürzt.

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Lou und Max liefen sich weiterhin gelegentlich über den Weg, als Lou ihn eines Tages zu ihrer Geburtstagsparty einlud. Lou erinnert sich an seine Antwort bis heute als ein knappes: „Denke nicht.“ Max hat später allerdings die alte SMS wiedergefunden – und darin stand eigentlich: „Ich glaube nicht, ich muss heute lange drehen.“ Romantischer wurde es dadurch nicht unbedingt.

Nach ein paar weiteren zufälligen Begegnungen mit Lou musste Max eines Tages während eines Drehs Zeit totschlagen. Dabei kam er an „ihrer“ Tür am Kottbusser Tor vorbei – obwohl Lou dort längst ausgezogen war. Er musste an sie denken, rief spontan an und sagte: „Lass uns doch mal treffen.“

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Gesagt, getan. Und so kam es am 2. August 2022 zu dem legendären Falafel-Date. Wobei „Date“ vielleicht nicht ganz die richtige Bezeichnung ist: Mit dabei waren Dirk, Kai, Daniel Wiggers und ein Kumpel von mir aus Melbourne. Es war also eher eine bunt zusammengewürfelte Falafel-Runde als ein romantisches Date zu zweit.

Lou kam außerdem nicht um 18 Uhr, wie mit Max verabredet, sondern erst um 19 Uhr, weil sie sich noch frisch machen musste. Im Nachhinein kann man wohl sagen: der Aufwand hat sich gelohnt. Ihre ersten Worte an diesem Abend waren: „Ich bin so glücklich, weil ich endlich single bin.“ Und als Lou kurz auf der Toilette war, sagte Max sofort: „Game on. Sie ist endlich single.“

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Wobei für Lou offenbar noch nicht ganz klar war, wer an diesem Abend der interessanteste Mann am Tisch war – schließlich hatte sie zunächst auch ein Auge auf Kai geworfen und ihn anschließend direkt nach einem coffee date gefragt, während Max sich zunächst wieder seiner Affäre widmete. Trotz der „Game on“-Ansage war die Sache zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht geklärt.

Kurz darauf gab es eine Party im Camelot, bei der Max auflegte. Lou hat ihn versorgt mit Pizza und Bier und langsam waren da tatsächlich die ersten Funken. Lou gab sich an diesem Abend allerdings auch ordentlich die Kante – und hat schließlich ziemlich unerwartet Max geküsst. Die Freude war allerdings von kurzer Dauer… ungefähr 30 Minuten später sah Max Lou dann auf der Tanzfläche mit einem anderen Mann turteln. Es blieb also zunächst kompliziert.

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Eine Weile später trafen sie sich wieder bei Max auf der Couch. Lou sagte: „Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist mit uns beiden. "Wir wollen ja auch zusammenarbeiten.“ Max sah das naturgemäß etwas anders und antwortete: „Das ist eine ausgezeichnete Idee mit uns.“ Dann gab es einen Kuss – und ab da nahm die Geschichte endgültig Fahrt auf.

Das ganze ist irgendwie symbolisch für die Kennenlernphase der beiden:
Sie haben sich über Jahre hinweg immer wieder knapp verpasst, sind sich ausgerechnet über komplizierte Beziehungen, falsch verstandene SMS, verpasste Treffen und ein Gruppen-Falafel-Date näher gekommen – und irgendwann haben sie es dann doch geschafft, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

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Und aus dem ganzen Hin und Her entstand schließlich nicht nur eine wundervolle Beziehung zwischen Lou und Max, sondern auch eine immer enger werdende Freundschaft zwischen Lou und mir – mit gemeinsamen Nächten im Sisy und auf Festivals, entspannten Stunden im Vabali und wunderschönen Sonnenuntergängen an der Rummelsburger Bucht.

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6 Jakob Amsterdam und Antrag

Und dann kam diese Reise nach Amsterdam. Ursprünglich sollte sie Mitte Dezember stattfinden, als Max Geburtstag hatte – bei ungewöhnlich milden 15 Grad, mit gemütlichen Spaziergängen in der Stadt. Doch dann kam bei Max ein Auftrag dazwischen. Die Reise musste verschoben werden, so wie Lou es von ihm schon kannte.
Beim Ersatztermin 3 Wochen später, am 05.01.2024, sah die Welt allerdings ganz anders aus: Aus milden 15 Grad waren eisige minus 5 Grad geworden. Statt leichter Kleidung und gemütlicher Abende draußen also dicke Jacken, Schals und eisiger Wind. Aber wahrscheinlich auch die Erkenntnis, dass Amsterdam selbst dann schön ist, wenn man zwischendurch im Hotelzimmer Zuflucht suchen und es sich gemütlich machen muss.
Am vorletzten Abend wollten die beiden eigentlich noch einmal losziehen, um Amsterdam zu erkunden. Bei minus 5 Grad und eisigem Wind war die Begeisterung für diesen Plan aber überschaubar.

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Max hat Lou dann gefragt: „Lass uns entscheiden: Wollen wir jetzt noch mal in die Stadt oder nicht?“ Lou’s Antwort war eine Gegenfrage: „Sag mal, willst du mich heiraten?“
Max’ Antwort kam, wenig überraschend und ohne Zögern: „Ja!“
Und dann sind die beiden tatsächlich doch noch losgezogen ins kalte, windige Amsterdam, um auf ihre Verlobung anzustoßen.
Ein Antrag im Hotelzimmer, gefolgt von einem romantischen Spaziergang durch eine Stadt bei minus fünf Grad: Vielleicht nicht ganz das klassische Filmszenario. Aber wahrscheinlich genau deshalb sehr passend für Lou und Max.
Und zum Glück hatte Lou diese Reise nicht mit dem festen Plan gebucht, Max dort einen Antrag zu machen. Sonst hätte Max vermutlich irgendwann Verdacht geschöpft. So hat es ihn völlig kalt erwischt – und konnte einfach nur „Ja“ sagen.

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Wie wir aus eurer Kennenlerngeschichte bereits erfahren haben: Nicht immer lässt sich der richtige Moment planen. Aber man kann sich entscheiden, ihn - wenn er doch kommt - miteinander zu teilen.

Wir beide haben jetzt viel erzählt. Aber die wichtigsten Worte zu dieser Geschichte können eigentlich nur von euch selbst kommen. Deshalb möchten wir jetzt nicht mehr für euch sprechen, sondern euch zuhören.
Liebe Lou, du darfst mit deinen Worten an Max beginnen…

7 Gelübde Lou & Max

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8 Traufragen und Ringtausch

Danke euch beiden. Eure Worte haben sehr schön gezeigt, was euch verbindet — und warum ihr heute hier steht.
Wie schön, dass ihr euch gegenseitig Raum gebt, dass ihr euch haltet und dass aus eurer Beziehung ein Ort geworden ist, an dem auch andere Menschen gern sein dürfen.
Und deshalb mag ich mich nun an dich wenden, liebe Lou …
Wir sind heute versammelt, damit ihr, vor Freunden und Familie, eure Verbindung feiern und euch ein gemeinsames Versprechen geben könnt.
Und daher frage ich dich: Möchtest du Maximilian Mandelbaum heiraten und mit ihm alles teilen, was jetzt und in der Zukunft vor euch liegt?

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Lieber Max,

ihr habt bereits viel miteinander erlebt, habt euch füreinander entschieden und seid heute hier, um diese Entscheidung miteinander zu feiern.

Möchtest auch du Luisa-Marie Mandelbaum vor deinen Liebsten heiraten und willst du mit ihr gemeinsam diesen neuen Abschnitt zu beschreiten / begehen?

Ringtausch

Dann dürfen wir euch jetzt die Ringe reichen, die als Zeichen eurer Verbundenheit stehen.
Lou, du darfst Max gerne zuerst den Ring anstecken.

Max, nun darfst auch du Lou den Ring anstecken

Und nun… dürft ihr euch küssen.

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